Pssssst! MultiStar Filteranlagen von Höcker Polytechnik auf leisen Sohlen.

Der Badmöbelhersteller Pelipal GmbH produziert mit flüsterleiser Filtertechnik

Pssssst! MultiStar Filteranlagen von Höcker Polytechnik auf leisen Sohlen.

Pssssst! MultiStar Filteranlagen von Höcker Polytechnik auf leisen Sohlen.
Der Badmöbelhersteller Pelipal GmbH produziert mit flüsterleiser Filtertechnik
Wie laut Leise ist zu erklären, ist relativ schwer. Man sollte beim Erklären jedenfalls flüstern, damit man das Leise auch hört. Ein Schallpegel von z.B. 35 dB(A) liegt irgendwo zwischen Flüstern und leisem Vogelgezwitscher, mit 75 dB(A) ist ein handelsüblicher Staubsauger kaum zu überhören und 115 dB(A) sind auf Rockkonzerten nicht unüblich. Bisweilen sind aber eben die Dinge besonders leise, die man als eher lauter verorten würde – beispielsweise eine Filteranlage. Höcker Polytechnik hat mit einer speziell auf Lärmreduktion ausgelegten MultiStar Unterdruck-Filteranlage mit 120.000 m3/h Gesamtvolumenstrom die magische 35 dB(A) Grenze unterschritten. Das eröffnet Unternehmen, die in Nähe zu Wohngebieten produzieren, vollends neue Möglichkeiten – denn Drei-Schicht- und Wochenend-Betrieb werden so realisierbar.
Badezimmermöbel in Premiumqualität aus Schlangen – made by Pelipal
Nahe Paderborn, im ost-westfälischen Schlangen, erfüllt heute ein flüsterleiser MultiStar Filter bei der Pelipal GmbH 24 Stunden täglich seinen Job. Die Pelipal GmbH gehört zu Europas führenden Herstellern von Badmöbeln und sorgt vom günstigen Einstiegsbereich bis hin zu exklusiven Luxusbadmöbeln mit mehrfacher Designprämierung für ein angenehmes und funktionelles Ambiente in der europäischen Badezimmerwelt. Das familiengeführte Unternehmen wurde im Jahr 1906 gegründet, zählt über 550 Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten und hat seit 1967 seinen Hauptsitz in Schlangen. War es vor 50 Jahren noch nicht unbedingt ein Problem, in direkter Nähe zu Wohngebieten eine Produktion zu betreiben, so haben in den letzten Jahren die gesetzlichen Bestimmungen, die Sensibilität bei Lärmemissionen und nicht zuletzt auch der weitaus leistungsstärkere Maschinenpark das Produzieren in solchen Situationen erschwert. Pelipal begegnet solchen Herausforderungen aktiv und modernisiert mit dem Maschinenpark auch die Filtertechnik. Die Investition in eine extrem leise Absauganlage sollte Leistungsreserven schaffen und Pelipal eine Erweiterung der Produktionskapazitäten ermöglichen.
2016 begannen die Planungen für die neue Filteranlage. Die bestehende MultiStar Spülluftfilteranlage von Höcker Polytechnik erfüllte bei Pelipal seit über 12 Jahren einwandfrei ihren Dienst, bot aber kaum Leistungsreserven für die Zukunft und wichtiger noch: konstruktions- und bauartbedingt wären durch eine Nachrüstung von Schalldämmkomponenten die hohen Auflagen der Genehmigungsbehörde nicht zu erfüllen gewesen. Eine neue Filteranlage mit Leistungsreserven und mit allen verfügbaren Lärmreduktionsfeatures war also zwingend erforderlich, da der einzig mögliche Standort des Filters nur 65 Meter vom angrenzenden Wohngebiet lag.
Perfekte Planung, um die 35 dB(A) Marke zu unterbieten
Sebastian Fella, einer der Geschäftsführer der Pelipal Group, dazu: „Die Herausforderung, in unserer besonderen topografischen Lage eine moderne Produktion zu betreiben, meistern wir hier schon seit mehreren Jahrzehnten. Ein moderner, leistungsstarker Maschinenpark ist uns besonders wichtig, da gerade der feuchte Badbereich höchste Anforderungen an die Materialverarbeitung stellt – unsere Kunden sollen schließlich lange Freude am Produkt haben. Und um die Nachfrage unserer Kunden zeitnah befriedigen zu können, war uns die Erweiterung der Produktionskapazitäten besonders wichtig. Schnell wurden bei den Planungen auch die wichtigen Themen Absaugen und Entstauben thematisiert; dabei stand uns Christian Horns von Höcker Polytechnik mit seinem Team zur Seite. Zusammen mussten wir das Kunststück hinbekommen, eine neue Filteranlage mit 120.000 m3/h Leistung so zu planen, dass ein
Schallpegel von 35 dB(A) unter keinen Umständen überschritten wird. Unser Produktionsleiter Bernd Osterloh bildete mit dem Düsseldorfer Institut für Schalltechnik, Raumakustik und Wärmeschutz (ISRW) Dr.-Ing. Klapdor GmbH und den Absaugspezialisten von Höcker Polytechnik einen Think Tank und begann mit den Planungen. Jede Geräuschquelle vom Motor bis zur Zellenradschleuse musste möglichst in Schallboxen gekapselt werden, Resonanzen im Filterhaus durch eine intensive Schalldämmung minimiert werden, sämtliche Verrohrungen benötigten Geräuschisolierungen und all das musste konstruktiv perfekt zusammengefügt werden. Seit August 2017 setzen wir das neue Filtersystem ein, es saugt unseren Maschinenpark optimal ab und arbeitet so leise, dass Betriebsgeräusche kaum wahrnehmbar sind. Bei sämtlichen Testmessungen wurden die 35 dB(A) souverän unterschritten. Einer Produktionserweiterung steht nichts mehr entgegen.“
MultiStar Spülluftfilter mit integrierten Energiesparfeatures
Bei Pelipal arbeitet heute ein MultiStar Spülluftfilter von Höcker Polytechnik mit 1.244 m2 Filterfläche. Die benötigten 120.000 m3/h Gesamtvolumenstrom liefern die sechs frequenzgeregelten, energieeffizienten 37 kW Ventilatoren (IE3) im Ventilatoraufsatzmodul. Ein integriertes Wärmerückgewinnungsmodul mit Reststaubüberwachung sorgt für einen zusätzlichen Ökonomiegewinn, da die wertvolle Wärmeenergie der an den Maschinen abgesaugten staubhaltigen Rohluft weitestgehend erhalten bleibt. Die gefilterte Luft wird im Winterbetrieb in die Halle zurückgeführt (Reststaubgehalt < 0,1 mg/m³ (H3) gem. TRGS 553).
Eine Zellenradschleuse trägt Staub und Späne aus dem Filterhaus aus. Die Reststoffe werden dann über eine 35 Meter lange Transportleitung mit integriertem Transportventilator (15 kW, IE3) pneumatisch zum Silo gefördert. Auf dem Silo arbeitet ein schallisolierter Endabscheider mit flammdurchschlagsicherer Zellenradschleuse.
Im Hintergrund sorgt eine durchdachte SPS-Steuerung für einen ökonomischen und sicheren Betrieb der MultiStar Filteranlage. Höcker Polytechnik bringt hier seine Erfahrung aus vielen Projekten in der Möbel- und Küchenindustrie konsequent ein.
Mit Planung, Konstruktion und Produktauswahl zum MultiStar Leisefilter
Eine solche Anlage im Flüstermodus zu betreiben, ist allerdings ein ambitioniertes und auch kostenintensives Projekt. Die Reduktion aller möglichen Lärmquellen stand von der Planung über die Konstruktion bis zur abschließenden Montage immer im Vordergrund. So wurden Rohre mit einem erheblich größeren Querschnitt eingesetzt, um Strömungsgeräusche zu reduzieren. Zusätzlich wurden die Rohre mit einer Schalldämmung versehen. Konstruktiv wurde eine möglichst gradlinige Rohrführung umgesetzt. Weiterhin reduziert ein Kulissenschalldämpfer die Windgeräusche der ausströmenden Luft. Eine 160 mm starke Schalldämmung reduziert die Entwicklung von Resonanzgeräuschen im Filterhaus. Sonstige Geräuscherzeuger wie Zellenradschleuse oder Transportventilator wurden in spezielle Schallboxen eingekapselt. Auch wenn so theoretisch sämtliche Geräuschquellen gebändigt wurden, kann es in der Praxis böse Überraschungen geben.
Schallmessungen mit Bravour bestanden
Die Schallschutzprofis vom ISRW überprüften die Lärmpegel direkt nach Inbetriebnahme und waren vom Ergebnis positiv überrascht. An den Testpunkten im Wohngebiet erreichte diese MultiStar Filteranlage Testwerte von unter 35 dB(A). Stand man neben der Filteranlage, musste man sich schon konzentrieren und den Atem anhalten, um Betriebsgeräusche der Anlage zu hören. Planung, Technik und Umsetzung waren bei diesem Flüsterfilterprojekt ein voller Erfolg.
Auch für Christian Horns, begleitender Projektleiter von Höcker Polytechnik, war dieses Projekt eine spannende Herausforderung: „Seit über 20 Jahren unterstützen wir Pelipal mit unseren Lösungen für optimale Fertigungsbedingungen und effiziente Maschinenentstaubung. Eine MultiStar Filteranlage so zu planen, dass sie akustisch praktisch nicht wahrnehmbar ist, ist für uns natürlich auch nicht alltäglich, aber wir wissen, dass es machbar ist. Während des dreiwöchigen Betriebsurlaubs von Pelipal demontierte unser Montageteam die alte Filteranlage und installierte den neuen Spülluftfilter mit allen schalldämmenden Komponenten. Die Zusammenarbeit mit den Pelipal Betriebstechnikern und den ISRW Schallakustikern war von der ersten Planungsphase bis zur Inbetriebnahme erstklassig. Wir wussten, dass all die eingesetzten Features und konstruktiven Kniffe ein Unterbieten der 35 dB(A) Schallgrenze ermöglichten, doch die Anspannung war am Tag der Inbetriebnahme enorm hoch. Wir testeten an einem windstillen Wochenende, um die natürlichen Lärmemissionen zu reduzieren, und nach den ersten Messungen war klar – Pelipal kann die zusätzlich geplanten Produktionskapazitäten nutzen. Der MultiStar Filter arbeitet unterhalb des geforderten Schallpegels und unser aller Einsatz hat sich gelohnt. Vielen Dank für diesen wunderbaren Teamspirit. Das Projekt hat Spaß gemacht.“

Über Höcker Polytechnik:
Seit 1962 konzipiert, plant und baut HÖCKER Polytechnik Anlagen zu Prozessabfallentsorgung und Luftreinhaltung für Industrie- und Handwerksbetriebe. Angefangen bei mobilen Entstaubungsgeräten bis hin zu Großfilteranlagen mit Kapazitäten von mehr als 600.000 m³/h. Weiterhin gehören Brikettierpressen und Zerkleinerungsmaschinen zum Herstellungs- und Lieferprogramm des Unternehmens.
Von Beginn an wurde bei der Projektierung und Herstellung auf hohe Energieeffizienz der Anlagen und Maschinen von HÖCKER Polytechnik wert gelegt. Schon 1962 unter der Firma Günther Höcker oHG wurde durch den Verkauf von sogenannten „Einzelabsaugungen“ im holzverarbeitenden Handwerk der Grundstein für die stetige Weiterentwicklung energiesparender Systeme gelegt. Ein eigener Ventilatorenbau bildete dabei das Herzstück der Produktion.
Mit der ersten Energiekrise wuchs das Unternehmen schnell auf über 50 Mitarbeiter. Heute sind es über 200 Mitarbeiter, die vom Stammwerk in Hilter am Teutoburger Wald aus und in den regionalen Vertriebsbüros für die Projektierung, den Verkauf und die Herstellung, Montage und Inbetriebnahme der Maschinen und Anlagen verantwortlich sind. Seit 1993 wird das Unternehmen durch Frank Höcker, dem Sohn des Firmengründers geführt.
Einsatz finden die Entstaubungsanlagen und -geräte und Brikettierpressen in zahlreichen Branchen, z.B. in der Holzverarbeitung, in Großdruckereien, Buchbindereien, der Metallverarbeitung aber auch in der Verpackungsindustrie oder im Bereich der Umwelttechnik, z.B. der Recyclingwirtschaft und Biomasseverwertung. Zerkleinerungsanlagen von HÖCKER Polytechnik werden speziell für die Bedürfnisse der Wellpappen- und Kartonagenherstellung hergestellt.
Insgesamt ca. 55.000 Geräte und Anlagen wurden bis heute von der Höcker Polytechnik konzipiert, geplant und gebaut – ein deutlicher Beleg für die hohe Kompetenz und Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Sie sind weltweit in der Industrie und im Handwerk im Einsatz.
Hergestellt werden die meisten HÖCKER Polytechnik Produkte im Stammwerk in Hilter, im Zweitwerk in Bad Laer und im dritten Werk in Niederschlesien, einem Tochterunternehmen. Die hohe Fertigungstiefe sichert eine hohe Flexibilität und kurze Lieferzeiten bei wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen. Moderne automatisierte Blechbearbeitungszentren und handwerkliche Fertigung arbeiten dabei Hand in Hand. Ein eigener Steuerungsbau und das komplette Engineering mit eigenen Fachleuten sorgen für eine hohe Funktionssicherheit und den zuverlässigen weltweiten Support.

Kontakt
Höcker Polytechnik GmbH
Heiner Kleine-Wechelmann
Borgloher Straße 1
49176 Hilter a.T.W.
05409 405 0
info@hpt.net
http://www.hoecker-polytechnik.de