Cybermobbing, Hate Speech und Shitstorms: Die dunklen Seiten der Online-Welt

Kommunikationsberater rät zu professionellem Umgang mit digitalen Krisensituationen

Cybermobbing, Hate Speech und Shitstorms sind Phänomene der modernen, digitalen Welt, die bei den betroffenen Personen und Unternehmen massive negative Auswirkungen haben. „Gewalt im digitalen Raum hat für die Betroffenen eine große Tragweite“, so Holger Hagenlocher, Kommunikationsberater aus Singen am Hohentwiel. „Ob Privatperson, Person des öffentlichen Lebens oder Unternehmen, digitale Gewalt kann langfristige Schäden verursachen“, ist sich Hagenlocher sicher. So besteht die reelle Gefahr von verheerenden psychischen Abstürzen, der Zerstörung der öffentlichen Reputation sowie von nachhaltigen wirtschaftlichen Schäden.

Die Macht der virtuellen Gewalt: Cybermobbing, Hate Speech, Shitstorms

Unter Cybermobbing lässt sich eine bewusste, aggressive Handlung in den digitalen Medien verstehen, die darauf ausgerichtet ist, dem Opfer der virtuellen Gewalt bewusst Schaden zuzufügen. Die Opfer sind diesen, oft anonymen, Angriffen zuerst machtlos ausgeliefert.
Als Hate Speech lässt sich die Summe menschenverachtender Äußerungen zusammenfassen. Diese können in einer Spirale aus sich verstärkenden Hassbotschaften münden, wodurch ein Klima entsteht, in dem Diskriminierung und Gewalt gegen bestimmte Gruppen legitim erscheinen. Hassbotschaften verzerren das Meinungsbild im Internet. Sie polarisieren und bilden somit auch einen Nährboden für reale Übergriffe.
Ein Shitstorm ist eine Phase, in der Privatpersonen, Prominente, Unternehmen, Vereine oder Behörden wegen bestimmter Taten oder Äußerungen auf Sozialen Netzwerken oder Blogs in kurzer Zeit eine Menge Kritik ernten. Diese kann sich beispielsweise durch gehäufte Hass-Kommentare auf einen Social-Media-Post oder durch viele Dislikes zeigen.

Im Kampf um Clicks und Abverkäufe profitieren Medien vom Aufschrei in der Twitter-Blase

Meist wird der Shitstorm von einzelnen Personen initiiert, die zum Teil auch persönliche Interessen verfolgen. Es wird – oft polemisch – Kritik an den Äußerungen oder Taten von zum Beispiel Prominenten oder Unternehmen geäußert. In kürzester Zeit schließen sich immer mehr Menschen der vermeintlichen Kritik an. So zeichnen sich „Shitstorms“ durch eine extrem hohe Verbreitungsgeschwindigkeit aus. Zudem lässt die scheinbare Anonymität bei den Usern die Hemmschwelle für beleidigende oder ehrverletzende Kommentare deutlich sinken.
„Dabei sollten die Risiken nicht unterschätzt werden. Meist verbleibt die Empörungsspirale nicht innerhalb der sogenannten Twitter-Blase“, so Hagenlocher, der unter anderem im Bereich der Krisenkommunikation berät. „Gerade Journalisten aus den etablierten Medien suchen in Twitter nach Trends und greifen diese gerne für ihre Berichterstattung in TV, Radio und Print auf, um im Kampf um Clicks und Abverkäufe ebenfalls vom Aufschrei in den sozialen Medien zu profitieren.“

Luzifer-Effekt als Folge der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Der amerikanische Psychologe Philip Zimbardo untersuchte in seinem Buch „Der Luzifer-Effekt“ die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen. Dabei stellt er die These auf, dass nicht die Veranlagung Menschen dazu bringt, Böses zu tun, sondern die Situation, in der sie sich befinden oder in die man sie versetzt. Laut Zimbardo schaffe die Macht der Umstände Täter und Opfer.
Hingegen könne laut ZImbardo durch geeignete Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Weichenstellungen Zivilcourage und heldenhaftes Verhalten gefördert werden.
Also ein Verhalten, das auch der digitalen Gewalt entgegenwirken kann.

Prävention und Krisenkommunikation notwendig

„Da die Phänomene Cybermobbing, Hate Speech und Shitstorms ein soziales Problem sind, die durch die zunehmende Digitalisierung immer gravierende Ausmaße annehmen, gilt es einerseits Präventionsarbeit ab dem Kindesalter zu fördern. Andererseits muss im Falle, dass eine persönliche oder unternehmerische Krise durch die digitale Gewalt bereits eingetreten ist, zielgerichtet und professionell gehandelt werden“, empfiehlt der Kommunikationsberater.

Holger Hagenlocher arbeitet als selbständiger Berater, Coach und Dozent und ist seit rund 25 Jahren beruflich in den Bereichen Marketing und Unternehmenskommunikation aktiv. Als Marketing- und PR-Manager hat er zahlreiche Unternehmen erfolgreich unterstützt.

Zudem unterrichtet der studierte Wirtschaftswissenschaftler als Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg „Public Relations“ und war bis Februar 2021 Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Freiburg im Master-Studiengang. Dort unterrichtete er die Themen „Public Affairs Management“ und
„Gesellschaft im Wandel: Digitalisierung“.

Seine Beschäftigungsschwerpunkte sind Marketing, Public Relations/Unternehmenskommunikation, Innovation sowie die digitale Transformation.

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