Feinschliff an der Ölhafenbrücke

Der Lückenschluss auf dem Mainuferweg wird im Mai für Fußgänger und Radfahrer freigegeben

Raunheim. Die weiße Ölhafenbrücke am Mainufer bei Raunheim hatte Mitte März durch die verschneite Winterlandschaft unbeabsichtigt einen Tarnanzug bekommen. Von der benachbarten Autobahn aus und für die Passagiere in den Flugzeugen war die knapp 70 Meter lange Brücke über die Einfahrt zum Ölhafen bei Raunheim kaum zu erkennen. Alles war weiß in weiß. Knapp zwei Dutzend Beton- und Stahlbauer sowie Landschaftsgärtner sind nach dem Einschwimmen des 170 Tonnen schweren und alles überspannenden Bauteils Anfang Februar derzeit damit beschäftigt, dem Werk den letzten Schliff zu geben, damit Fußgänger und Radfahrer den neuen Lückenschluss auf dem Mainuferweg im Mai bei der offiziellen Eröffnung feierlich erobern können.

Nach Auskunft des Projektleiters Norbert Reißfelder von der zuständigen Ingenieurgesellschaft Schüßler-Plan werden derzeit noch die letzten Stoßfugen verschweißt sowie Restarbeiten an beiden Ufern ausgeführt, denn bei der Eröffnung der Radsaison soll ja im wahrsten Sinne des Wortes alles „glatt“ laufen. Wenn die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit es zulassen, wird laut Norbert Reißfelder der fehlende Korrosionsschutz aufgetragen. Danach befestigen die Handwerker das Geländer.

Frost verzögert Arbeiten

Wegen der eisigen Temperaturen, die fast den kompletten März über anhielten und auch Anfang April noch gemessen wurden, konnten die Fachleute der Gartenbaubetriebe die Landschaft, die Wege und die Uferböschung nicht in dem Umfang modellieren und gestalten wie es geplant war. Gartenbesitzer können nachvollziehen, dass wegen der Kälte und des Schnees beispielsweise Pflanzarbeiten kaum möglich sind, weil der Boden gefroren ist. Ein Teil der vorgesehenen Pflanzungen wird daher in den Herbst verlagert. Die Verzögerungen bei den Landschaftsbauarbeiten behindern aber nicht die Inbetriebnahme der neuen Mainuferverbindung. „Wir werden die Ölhafenbrücke noch im Mai für die Öffentlichkeit frei geben können“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Jühe zuversichtlich. „Das lang ersehnte Bauwerk schafft im doppelten Sinne Verbindungen, denn die Brücke macht das Radeln und Spazierengehen am südlichen Mainufer künftig ohne Umweg möglich und dient damit der gesamten Region.“

Möglich wurde das Projekt durch die Gemeinschaftsinitiative der drei Anrainerkommunen Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach, die ihre zum Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ zählende Kooperation „Drei gewinnt“ überschrieben haben. Dieser Lückenschluss hat eine hohe Symbolkraft.“ resümiert Marion Schmitz-Stadtfeld, Fachbereichsleiterin integrierte Stadt- und Gewerbeflächenentwicklung der NH Projektstadt. Weitere Informationen rund um das Brückenbauwerk und zum interkommunalen Stadtumbau sind im Internet unter www.stadtumbau-rrk.de verfügbar.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt
Die Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main, bietet seit 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 660 Mitarbeiter. 2005 erwarb die Nassauische Heimstätte die Anteile des Landes Hessen an der Wohnstadt Stadtentwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft Hessen mbH, Kassel. Durch den Zusammenschluss avancierte sie zu einem der führenden deutschen Wohnungsunternehmen: der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit 62.000 Mietwohnungen in 150 Städten und Gemeinden. Diese werden aktuell von rund 260 Mitarbeitern – in vier Regional- untergliedert in 13 Service-Centern – betreut. Aus der gestiegenen Nachfrage heraus entwickelte sich im folgenden Jahr die Marke „NH ProjektStadt“. Dort werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben sowie Consulting-Aktivitäten im In- und Ausland durchzuführen.

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