Tabuthema weiblicher Haarausfall: Tipps vom Experten

Die Beautyindustrie hat aus der Angst vor Falten ein globales Geschäftsmodell gemacht. Seren, Retinol und Anti-Aging-Behandlungen boomen seit Jahren. Doch während viele Frauen jedes Detail ihrer Haut analysieren, verändert sich ein entscheidender Faktor lange Zeit ganz unbemerkt. Gemeint ist die Haarlinie. Denn dort beginnt optisch bei vielen der Verlust von Frische und Ausstrahlung. Und das oft lange bevor sie bewusst über Haarausfall nachdenken.

Mehr als Styling oder ModeDie Haarlinie rahmt das Gesicht ein, beeinflusst Proportionen und prägt maßgeblich, wie harmonisch ein Gesicht wahrgenommen wird. Schon leichte Veränderungen können ein Gesicht müder oder strenger erscheinen lassen. Trotzdem werde weiblicher Haarausfall noch immer erstaunlich selten thematisiert, sagt Dr. Dr. Ingo Watanpour, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit Spezialisierung auf Haartransplantation im Gespräch mit PlusPerfekt – Magazin für Diversity in Fashion, Trends & LifeStyle. Dabei gehöre das Thema längst zu den häufigsten Anliegen in ästhetischen Sprechstunden.

Wenn das Gesicht an Frische verliertViele Frauen bemerken zunächst nur kleine Veränderungen: Der Scheitel wirkt breiter, das Haar verliert an Volumen. Die eigentliche Veränderung beginnt jedoch oft entlang der Haarlinie. Vor allem an den Schläfen und im vorderen Bereich verliert das Gesicht dadurch etwas von seiner Spannung und Kontur. Die Stirn erscheint größer, die Augenpartie schwerer, das Gesicht insgesamt müder.

Genau darin liege einer der großen Irrtümer moderner Beauty-Routinen, sagt Watanpour. Jugendlichkeit entstehe nicht allein durch möglichst glatte Haut. Oft verändere eine volle, klar definierte Haarlinie die Wirkung eines Gesichts stärker als unterspritzte Wangen oder geglättete Falten.

Warum Frauen unter Haarverlust leidenHaarausfall bei Frauen hat viele Ursachen und beginnt oft so schleichend, dass die Veränderung lange kaum auffällt. Hormonelle Umstellungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Wechseljahre, Schilddrüsenerkrankungen oder hormonelle Schwankungen können den Haarzyklus deutlich beeinflussen. Hinzu kommen Stress, Schlafmangel, Eisenmangel oder radikale Diäten. Vor allem schnelle Gewichtsabnahmen wirken sich häufig auf die Haarqualität aus. Der Körper priorisiert in solchen Phasen lebenswichtige Funktionen und reduziert die Versorgung der Haarwurzeln.

Wichtig sei außerdem, zwischen diffusem Haarausfall und androgenetischer Alopezie* zu unterscheiden, rät Watanpour. Diffuser Haarverlust könne etwa nach Stressphasen oder Diäten auftreten, während hormonell bedingter Haarausfall meist einem anderen Verlauf folge.

Mehr über das Tabuthema weiblicher Haarausfall mit vielen Expertentipps auf PlusPerfekt.de

PlusPerfekt ist ein Magazin für Plus Size Fashion, Trends & LifeStyle. Einmal jährlich erscheinen zudem die PlusPerfekt Editionen Business & Wellbeing und Curvy Bride als Print- und eMagazin.

Kontakt
PlusPerfekt – OnlineMagazin für Plus Size Fashion, Trends & LifeStyle
Christine Scharf
Untere Ringstr. 48
97267 Himmelstadt
09364 8157951
05eebbf1ea3b4cec1714b8573a3c4ac304a4fe28
https://www.PlusPerfekt.de

Bildquelle: Ayo Ogunseinde via Unsplash